Vereinbarung des bundeseinheitlichen Kataloges für die Dokumentation der Leistungen der Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA-Doku-Vereinbarung)

Die Vereinbarung zu einem neuen bundeseinheitlichen Katalog für die Dokumentation in den Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA-Doku-Vereinbarung vom 02.02.2018) wurde nach mehreren Verhandlungsrunden abgeschlossen und das Unterschriftenverfahren eingeleitet. Die Vereinbarung tritt zum 01.07.2018 in Kraft.

Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) wurden der GKV-SV, der PKV-Verband und die DKG beauftragt, für die Dokumentation der Leistungen den Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA) bis zum 01.01.2018 einen bundeseinheitlichen Katalog zu vereinbaren. Hierfür waren Art und Umfang der Leistung sowie die zur Leistungserbringung eingesetzten personellen Kapazitäten getrennt nach Berufsgruppen und Fachgebieten festzulegen. Hintergrund der gesetzlichen Änderung ist das Ziel, mehr Transparenz über das Leistungsgeschehen in den Psychiatrischen Institutsambulanzen herzustellen. Die Vereinbarung tritt zum 01.07.2018 in Kraft und ist als Anlage beigefügt.

Mit der PIA-Doku-Vereinbarung wird die Dokumentation in den Psychiatrischen Institutsambulanzen bundeseinheitlich neu geregelt. Die angepasste Vereinbarung beinhaltet – neben dem neuen PIA-Dokumentationsschema – Regelungen zur Freistellung von der Leistungsdokumentation in Bundesländern mit Einzelleistungsvergütungsvereinbarungen und ein Schema zur Zuordnung von Vollzeitäquivalenten.

Ab dem 01.07.2018 löst die neue PIA-Dokumentation die Dokumentation der bisherigen vier Leistungsschlüssel ab (PIA-001 bis PIA-004). Zu dokumentieren sind nunmehr Basisleistungsschlüssel und Zusatzleistungsschlüssel. Die Verschlüsselung der Basisleistungsschlüssel erfolgt tagesbezogen. Pro Mitarbeiter und Leistungsart ist ein Leistungsschlüssel je Tag zu vergeben, der dem zeitlichen Gesamtaufwand der von einem Mitarbeiter erbrachten Leistungsart an diesem Tag entspricht. Es sind Besonderheiten für die Kinder- und Jugendpsychiatrie zu beachten. Die Zusatzleistungsschlüssel liefern ergänzende Informationen über die medizinischen Inhalte der erbrachten Leistungen bzw. das Behandlungssetting. Sie können nur in Ergänzung zu Basisleistungsschlüsseln maximal 1 Mal je Tag angegeben werden (vgl. Anlage 1 zur PIA-Doku-Vereinbarung).

In den PIAs der fünf Bundesländer mit Vereinbarungen zu Einzelleistungsvergütungen (Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt) müssen lediglich die Zusatzleistungsschlüssel dokumentiert werden. Die Basisleistungsschlüssel werden aus den abgerechneten Entgelten durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) abgeleitet (vgl. Anlage 2 zur PIA-Doku-Vereinbarung).

Eine freiwillige zusätzliche Übermittlung der eingesetzten personellen Kapazitäten für die Berufsgruppen der Ärzte und Psychologen könnte erstmalig bis zum 31.03.2020 für die Leistungen des Jahres 2019 erfolgen. Ein Verfahren hierzu ist mit den entsprechenden Partnern auf der Landesebene zu klären. Der Umfang der anzusetzenden Vollkräfte ergibt sich als Summe der den entsprechenden Leistungsziffern zugeordneten Vollkräfte-Anteilen nach der Anlage 3 der PIA-Doku-Vereinbarung. Zu beachten sind hierbei die zugrundeliegenden Annahmen für die Zuordnung (Jahresnettoarbeitszeit, Definition einer mittleren Gruppengröße, bestimmte Leistungen). Diese Abschätzung der personellen Kapazitäten wird vom tatsächlichen Personalaufwand abweichen.

2018-02-08 Anlage_PIA-Dokumentationsvereinbarung_2018