BDPK fordert Abschaffung des Reha-Budgets
Das Reha-Budget der Deutschen Rentenversicherung muss abgeschafft werden. Will die Bundesregierung älter werdende Arbeitskräfte bis zum Eintritt in das Rentenalter arbeitsfähig halten, sind höhere Ausgaben für Reha-Maßnahmen erforderlich.
Im Angesicht des zu erwartenden Fachkräftemangels ist die deutsche Wirtschaft auf ältere Arbeitnehmer angewiesen.
BDPK-Hauptgeschäftsführer Thomas Bublitz: „Die Bundesregierung verliert an Glaubwürdigkeit, wenn mit dem Anstieg des Renteneintrittsalters auf 67 nicht gleichzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um die alternde Erwerbsbevölkerung arbeitsfähig zu halten. Dann ist die Maßnahme de facto ein Rentenkürzungsprogramm.“
Die bundesdeutsche Bevölkerung altert: Der Anteil der über 45-jährigen an der Gesamtbevölkerung ist in den vergangenen zehn Jahren von 44 auf 49 Prozent gestiegen, laut Statistischem Bundesamt. Noch stärker steigt der Anteil der Erwerbstätigen: 45 Prozent der 60 bis 65-Jährigen arbeiteten im Jahr 2010, mehr als doppelt so viele wie noch zehn Jahre zuvor.
Im Jahr 2010 wurde das Reha-Budget jedoch ausgeschöpft. Die Träger der Deutschen Rentenversicherung haben massive Sparmaßnahmen eingeleitet: Anträge wurden abgelehnt, Rehabilitationsleistungen verkürzt, der Anteil der Reha-Leistungen ohne unmittelbar vorhergehende Krankenhausbehandlung ist zurückgegangen.
Der BDPK fordert die Politik in einer Resolution auf: Es ist gesellschaftlich notwendig, das Reha-Budget abzuschaffen.
Quelle: BDPK
