VPKBB
20. Mai 2012 
21. Oktober 2011

G-BA bringt Verfahren zur Vermeidung von nosokomialen Infektionen auf den Weg

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Auftrag an das AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH für die sektorenübergreifende Qualitätssicherung zum Bereich nosokomiale Infektionen konkretisiert und mit einem konkreten Zeitplan versehen. Demnach soll das AQUA-Institut innerhalb von 14 Monaten zwei Verfahren hierzu entwickeln. Einen entsprechenden Beschluss fasste der G-BA am Donnerstag in Berlin.

Nosokomiale Infektionen können im Zusammenhang mit einer stationären oder ambulanten medizinischen Maßnahme entstehen und werden auch als behandlungsassoziierte Infektionen bezeichnet. Das Ziel der AQUA-Beauftragung durch den G-BA ist insbesondere, sowohl Wundinfektionen nach stationär oder ambulant erfolgten Operationen als auch Gefäßkatheter assoziierte Infektionen besser zu vermeiden. Dazu soll das AQUA-Institut entsprechende Instrumente und Qualitätsindikatoren sowie die notwendige Dokumentation für zwei sektorenübergreifende Verfahren entwickeln. Sektorenübergreifende Qualitätssicherung bedeutet, die medizinische Versorgungskette umfassend auch im Übergang von der stationären zur ambulanten Behandlung und umgekehrt zu betrachten.

„Bereits im Juni 2010 und damit bereits ein Jahr vor dem Inkrafttreten des Krankenhaushygienegesetzes hat der G-BA beschlossen, das AQUA-Institut mit dem Qualitätsthema nosokomiale Infektionen zu beauftragen. Die heute beschlossene Konkretisierung der Beauftragung zeigt, dass alle Beteiligten im G-BA dem Thema hohe Priorität beimessen“, sagte Dr. Josef Siebig, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Qualitätssicherung.

Der Beschluss ist als Anlage beigefügt.



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