VPKBB
20. Mai 2012 
13. Oktober 2011

47 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren bei stationären Patienten im Jahr 2010

Einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 12.10.2011 ist zu entnehmen, dass rund 47 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren bei den im Jahr 2010 aus vollstationärer Krankenhausbehandlung entlassenen Patientinnen und Patienten durchgeführt wurden. Damit erfolgte gegenüber 2009 eine Steigerung um insgesamt 5,2 %. Auf einen Krankenhausfall entfielen damit im Durchschnitt 2,7 Maßnahmen dieser Art.

14,9 Millionen der in 2010 durchgeführten Maßnahmen und damit knapp ein Drittel waren Operationen. Danach folgten nichtoperative therapeutische Maßnahmen mit einem Anteil von 26,8 % (12,7 Millionen) und diagnostische Maßnahmen mit 19,9 % (9,4 Millionen). Der Rest verteilte sich auf die bildgebende Diagnostik (8,4 Millionen), ergänzende Maßnahmen wie zum Beispiel geburtsbegleitende Behandlungen (1,6 Millionen) sowie die Verabreichung von speziellen Medikamenten (0,3 Millionen).

Von den knapp 15 Millionen Operationen entfiel der größte Anteil auf Patientinnen und Patienten über 65 Jahre (42,2 %). Zu den häufigsten Operationen in dieser Altersgruppe zählten „andere Operationen am Darm“ (zum Beispiel Lösen von Verwachsungen, Aufdehnung von Darmabschnitten), die Implantation einer Endoprothese am Hüftgelenk sowie endoskopische Operationen an den Gallengängen.

Arthroskopische Operationen am Gelenkknorpel und an den Menisken spielten vor allem bei den 45- bis 64-Jährigen eine große Rolle. Auf den weiteren Rängen folgte in dieser Altersgruppe bei den Frauen die Gebärmutterentfernung und bei den Männern der Verschluss eines Leistenbruchs.

Bei Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren standen Operationen im Vordergrund, die im Zusammenhang mit Entbindungen stehen. Bei Männern dieser Altersgruppe erfolgten in erster Linie operative Eingriffe an der unteren Nasenmuschel sowie arthroskopische Operationen am Gelenkknorpel und an den Menisken.

Bei Kindern bis 14 Jahren gehörten das Einschneiden des Trommelfells zur Eröffnung der Paukenhöhle sowie die Entfernung der Rachenmandeln zu den häufigsten Operationen.

Weitere Informationen aus der Krankenhausstatistik finden Sie unter der Adresse www.destatis.de.

Quelle: Bundesverband Deutscher Privatkliniken



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