VPKBB
20. Mai 2012 
11. Oktober 2011

AQUA-Institut veröffentlicht Qualitätsreport 2010

Das AQUA-Institut hat im Auftrag des Gemeinsamen Bundes­ausschusses (G-BA) den Qualitätsreport für das Er­fassungsjahr 2010 veröffentlicht (Anlage). Als wichtiger Teil der externen stationären Qualitätssicherung gibt der Report einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Behand­lungsqualität in den deutschen Krankenhäusern. Der Report dient in erster Linie dem internen Vergleich von Kliniken unter­einander und soll so die Förderung und Verbesserung der Be­handlungsqualität unterstützen.

Dem 180-seitigen Report liegen die bun­desweiten Qualitätsdaten von fast 1.800 Krankenhäusern aus dem Jahr 2010 zugrunde. In rund 30 Leistungsbereichen wur­den annähernd 400 Qualitätsindikatoren berechnet. Von den im Jahr 2010 erhobenen und berechneten Qualitätsindikatoren wurden 72 in den neuen Leistungsbereichen Neonatologie und Defibrillatoren erhoben, zwei weitere Qualitätsindikatoren basieren auf neuen Datenfeldern.

Im Vergleich mit den Ergebnissen des Jahres 2009 weisen 65 der erhobenen Indikatoren eine Verbesserung auf, 236 Indika­toren haben sich nicht verändert und 8 Indikatoren weisen auf eine Verschlechterung hin. Damit setzt sich der Trend zu einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung im stationären Bereich, wie er bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten war, auch im Erfassungsjahr 2010 fort.

Des Weiteren beschloss der G-BA im Oktober 2010 eine Ände­rung der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL). Der VPK BB hatte hierzu informiert. Sie ermöglicht eine Betrachtung der Behandlungsqualität im Zeitablauf (Follow-up), um so bei­spielsweise qualitätssichernde Maßnahmen in ausgewählten Leistungsbereichen der externen stationären Qualitätssiche­rung über den Zeitraum eines stationären Aufenthaltes hinaus einleiten zu können. Das betrifft die Leistungsbereiche Knie-und Hüft-Endoprothesen sowie Geburtshilfe und Neonatologie.

Zur Veröffentlichung des AQUA-Qualitätsreports erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:

„Die messbare Qualität der medizinischen Leistungen der Krankenhäuser ist weiter gestiegen. In einem weltweit einzigartig umfassenden Qualitätserfassungssystem werden von 18 Millionen Krankenhausfällen 4 Millionen und damit jeder fünfte Fall einer gezielten Überprüfung unterzogen. Dabei werden aus 30 bedeutsamen Krankheitsbildern und Behandlungsarten wie z. B. Hüftoperationen, Geburten, Dekubitus, eine Vielzahl von Indikatoren erhoben, zentral ausgewertet und den Kliniken zurückgespiegelt. Die Krankenhäuser sind verpflichtet, die Ergebnisse zu veröffentlichen. Damit stellen sich die Krankenhäuser zugleich einem Leistungsvergleich. Die Patienten und Einweiser haben die Möglichkeit, dies in den Qualitätsberichten transparent nachzuvollziehen.

In dem von der DKG geführten Deutschen Krankenhausverzeichnis (www.Deutsches-Krankenhaus-Verzeichnis.de) sind die Daten authentisch für die Öffentlichkeit bereitgestellt. 90 Prozent der abgefragten Indikatoren liegen nunmehr im absoluten qualitativen Sollbereich. Lediglich bei 9 von 400 Indikatoren sieht das für die Erfassung und Auswertung vom Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragte Institut AQUA noch Verbesserungsbedarf. Im Vorjahr war dies noch bei 21 Indikatoren der Fall. Diese Form der Qualitätssicherung ist nicht die einzige Qualitätssicherungsmaßnahme in den Kliniken. Sie wird ergänzt durch eine Vielzahl Qualität sichernder interner Prozesse und Strukturen, die in ihrer Gesamtheit die weltweit anerkannte Qualitätsmedizin der deutschen Krankenhäuser gewährleisten.“



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